Zyklusapp – So findest Du die passende App für dich!

Zyklusapp – So findest Du die passende App für dich!

21. März 2021 0 Von Marina

Heutzutage gibt es unzählige Zyklusapps in den App-Stores. Da ist es gar nicht leicht den Überblick zu behalten und die passende App zu finden.

Denn obwohl sie alle zum tracken des Zyklus programmiert wurden, gibt es doch gravierende Unterschiede.
So sind die einen reine Tracking-Apps, andere werten die Daten nach NFP-Regelwerk (wie z.B. nach Sensiplan©) aus und wiederrum andere nutzen für ihre Auswertung einen ganz eigenen Algorithmus.

Worauf Du nun bei deiner Wahl einer geeigneten App achten solltest und worauf es ankommt möchte ich dir in ein paar Punkten erklären.

1. Wofür möchtest DU die App nutzen?

Dir diese Frage zu beantworten, ist grundlegend für Deine Entscheidung.
Möchtest Du lediglich die Abstände deiner Menstruation und somit deine Zykluslänge im Blick haben?
Möchtest Du verhüten?
Hast Du einen Kinderwunsch?
Oder möchtest Du lediglich deine zyklischen Veränderungen, wie deine Stimmung oder dein Essverhalten genauer beobachten?

2. Lies die App-Beschreibung

Im App-Store findest Du zu jeder App eine Beschreibung. Hier erfährst Du in den meisten Fällen welche Daten Du in die App eingeben kannst und ob, bzw. wie die Apps auswerten.
Periodenkalender oder reine Tracking-Apps werten i.d.R. nicht aus und sind lediglich zum notieren deine Periode oder der zyklischen Veränderungen brauchbar.

Möchtest Du diese App aber zur Verhütung nutzen, gibt es verschiedene Punkte zu beachten.
Somit sollte die App sich mindestens an der symptothermalen Methode orientieren. Eine reine Auswertung nach Kalendertagen oder nur nach Basaltemperatur ist keine sichere Möglichkeit zur Verhütung.
(Achtung: Hier gibt es Ausnahmen, wie z.B. Apps die zu einem Zykluscomputer gehören)

3. Entscheide dich für eine App

Anhand der beiden ersten Punkte solltest Du dich nun für eine passende App entscheiden.
Ich selbst habe damals mit 2 Apps parallel zueinander begonnen und mich dann nach ca. 3 Zyklen für eine der beiden entschieden.

Schau also in Ruhe, welche Zyklusapp gut zu dir passt und dir zusagt. Teste also auch gerne mehrere Apps, um herauszufinden welche du am besten findest.

4. Eine App ist nur so gut, wie ihre Anwenderin

Ein wichtiger Punkt, über den Du dir immer im Klaren sein solltest.
Um eine App zu nutzen (v.a. eine die auch die Auswertung übernimmt) solltest Du wissen, welche Daten die App dafür benötigt.
Du solltest also genau die Anleitung der App lesen und wissen worauf es ankommt (Messzeit, Messdauer, Benennung und Abkürzungen der einzelenen Symptome etc.).

Sollte Du dich z.B. für eine App entschieden haben, die nach der symptothermalen Methode auswertet, ist es hier umso wichtiger zu wissen, welche Parameter sie benötigt und wie Du diese regelkonform in die App eingibst.

Hast du dich beispielsweise noch nie mit deinem Zervixschleim und dessen Kategorisierung beschäftigt, ist spätestens jetzt der Punkt gekommen, an dem Du dieses tun solltest. Auch das Messen der Basaltemperatur unterliegt gewissen Regeln, welche beachtet werden müssen.

Du kannst eine App also nur dann sicher zur Verhütung anwenden, wenn Du weißt, welche Eingaben sie benötigt und wie du diese nach den Regeln der symptothermalen Methode vornimmst.

5. Auch Apps können Fehler machen

Und wo wir gerade bei Regeln sind… Eine App kann Fehler machen. Denn auch sie ist nur so gut, wie ihr Progammierer und die deine gemachten Eingaben.

Die Anwendung einer App sollte NIEMALS das Erlernen der Regeln ersetzen. Denn nur wenn Du die Regeln von Sensiplan© oder anderen Regelwerken kannst, kannst Du sicher Verhüten und genau überprüfen, ob die Auswertung deiner Zyklusapp tatsächlich stimmt.

“Verhütung” bedeutet für mich vorallem Verantwortung für sich selbst zu übernehmen und diese Verantwortung kann dir niemand, und vorallem keine App, abnehmen!