PMS – Prämenstruelles Syndrom oder “Die Tage vor den Tagen”

PMS – Prämenstruelles Syndrom oder “Die Tage vor den Tagen”

4. November 2020 0 Von Marina

Die Tage vor den Tagen kennen tatsächlich viele Frauen.
Man ist nicht gut drauf, die Stimmung schwankt, die Brüste spannen, es zwickt im Unterleib und man möchte sich am liebsten den ganzen Tag mit Tee unter der Decke auf dem Sofa verkriechen.
Das sind so die “typischen” Anzeichen, die man dem prämenstruellen Syndrom, kurz: PMS zuordnet.

Aber was ist PMS eigentlich genau?

Man spricht von PMS wenn in der Lutealphase, also nach dem Eisprung und noch vor der Periode, bestimmt Symptome auftreten, die dann mit dem Einsetzen der Menstruation wieder verschwinden.

Auf der Liste stehen inzwischenüber 150 verschiedenster Symptome.
Unter anderem sind das:

  • Abgeschlagenheit
  • Antriebslosigkeit
  • Bauchschmerzen
  • Brustschmerzen
  • Depressionen
  • Hautprobleme
  • Heißhunger
  • Konzentrationsprobleme
  • Kopfschmerzen
  • Müdigkeit
  • Reizbarkeit
  • Rückenschmerzen
  • Schlafstörungen
  • Stimmungsschwankungen
  • Wasseransammlungen
  • Weinerlichkeit
  • u.v.m.

Wie Du siehst, also eine große Anzahl ganz unterschiedlicher Symptome, die sich sowohl körperlich als auch psychisch aüßern können.

Einen PMS-beweisenden Blutwert o.ä. gibt es nicht. Der Arzt stellt die Diagnose lediglich anhand der auftretenden Symptome innerhalb der zweiten Zyklushälfte.
Wichtig dabei ist, dass die Beschwerden tatsächlich zyklisch auftreten und man ein beschwerdefreie Zeit von mindestens einer Woche in der ersten Zyklushälfte hat.

Bist Du von PMS betroffen?

Um das herauszufinden, und auch für die medizinische Diagnose, ist es wichtig ein Zyklustagebuch zu führen.
Wichtig ist, dass die einzelnen Symptome, ihre Dauer und Stärke, sowie deine Periode darin deutlich zu erkennen sind.

Dein Zyklustagebuch solltest du mindestens über die Dauer von 3 Zyklen führen.

Anhand dieses Tagebuches kann dann auch der behandelnde Arzt eine objektive Diagnose stellen.

Wie sieht ein Zyklustagebuch aus?

Tracken kannst Du deinen Zyklus handschriftlich in einer Tabelle. Es gibt aber auch Apps, in die du die verschiedenen Daten eingeben kannst.

Notiere dir dafür den Beginn deiner Periode. Das ist dann dein erster Zyklustag. Und dann nummerierst du Tag für Tag durch und notierst dir all das, was dir an dir und deinem Körper auffällt.
Die oben genannten Symptome geben dir einen groben Anhaltspunkt.

Natürlich kannst Du auch die Zeichen deiner Fruchbarkeit darin notieren, wie deine Basaltemperatur, deinen Zervixschleim oder die Beschaffenheit deines Muttermundes.
All diese Parameter verändern sich im Laufe deines Zyklus, sodass du genau sehen kannst, in welcher Zyklusphase du dich befindest, wann dein Eisprung statt gefunden hat und die “PMS-Zeit” beginnt.

Außerdem kannst du dein Befinden konkreter benennen und in deinem Tagebuch festhalten.
Fühlst du dich an manchen Tagen eher einsam, aggressiv, gereizt, gestresst, lustlos, unzufrieden, überfordert oder aber glücklich, gut gelaunt, ausgeglichen, unternehmungslustig…. Verusch einfach mal genau auf deinen Körper zu achten und zu schauen, wie es dir geht.

Was du noch tracken kannst:

  • Sport
  • Ernährung
  • Libido
  • Nahrungsergänzungsmittel
  • Alkohol / Drogen
  • Schlaf
  • etc.

Dem ganzen sind keine Grenzen gesetzt.
Wenn du aber den verdacht hast unter PMS zu leiden und du mit dem Zyklustagebuch beginnst, hast du höchstwahrscheinlich zu Beginn deiner Aufzeichnungen schon verschiedene Symptome erlebt und weißt, worauf du bei deinem Körper achten musst.

Versuch nicht zu viele Dinge auf einmal zu tracken, denn das kann schnell überfordern.

Was kannst Du sonst noch tun?

Achte auf deine Ernährung

An oberster Stelle steht hier natürlich die Ernährung. Achte darauf, dass du gesund und ausgewogen isst und deinen Körper mit allen nötigen Nährstoffen versorgst, die er benötigt.

Vorallem bei Stimmungsschwankungen ist die ausreichende Versorgung von B-Vitaminen und Magnesium besonders wichtig.

Magnesium wirkt außerdem entkrampfend und kann gegen Unterleibschmerzen, Kopfschmerzen und anderen Arten von Schmerz helfen.

Außerdem gibt es einiges an Lebensmitteln, wie Zucker, Weißmehlprodukte oder Milchprodukte, welche PMS begünstigen können.
Versuche solche Nahrungsmittel zu meiden.

Deine Weiblichkeit und Glaubenssätze

Ein weiterer wichtiger Punkt ist es, deinen Zyklus und deine Weiblichkeit anzunehmen und lieben zu lernen.
Eventuell wurde dir von deiner Mama oder einer anderen Bezugsperson vorgelebt, dass deine Periode etwas schlimmes oder unreines ist.
Auf diese Weise haben sich Glaubenssätze in dir manifestiert, welche sich negativ auf deinen Körper auswirken und dir die Zeit vor deiner Periode besonders schwer machen.

Stress reduzieren

Versuche außerdem Stress zu reduzieren.
Und damit meine ich nicht nur den offensichtlichen Stress, den wir häufig im Alltag erleben.

Für deinen Körper bedeutet Stress u.a. auch zu viel Sport, schlechte Ernährung, zu viel Alkohol und andere Genussmittel, negative Gedanken, Kriegs- oder Horrorfilme usw.

Um vorallem dem Stress entgegen zu wirken ist es wichtig, dich ausreichend zu entspannen und dir und deinem Körper etwas gutes zu tun.
Gönn dir eine Pause und Zeit für dich, lass dir ein Bad ein, lies ein gutes Buch oder mach ein bisschen Sport.

Sport & Entspannung

Vorallem Sportarten wie Yoga können wunderbar helfen deinen Körper auf allen Ebenen in Balance zu bringen.
Aber auch verschiedene Entspannungsübungen oder Meditationen wirken sich postiv auf deinen Zyklus und dein PMS aus.

Ich hoffe ich konnte dir eine Übersicht und erste Anhaltspunkte geben, wie du herausfindest, ob du tatsächlich unter PMS leidest und was du dagegen tun kannst.

PMS ist nicht unheilbar und es gibt verschiedene Möglichkeiten, wie man PMS in den Griff bekommen kann.
Bei Fragen meld dich gerne oder hinterlass mir einen Kommentar.